SNE KAO

Dietrich M. Scheringer hat für recodeproject.com die Routine SNE KAO unter Processing realisiert …

Hier ist der Quellcode:

/** Sne Comp Art: Routine SNE KAO

originally developed in 1976 by Reiner Schneeberger
recoded in Processing in 2013 by Dietrich M. Scheringer
version 3.0

*/

void setup() // Setting up the area for drawing
{
size(400,600); // defines the dimension of the display window in units of pixels
background(0); // backround colour: black
stroke(255); // colour of the lines: white
noLoop(); // execute method draw only once
}

void draw()
{
/* Parameters for snekao */

float startx = 20.; // starting point in direction of x-axis
float starty = 60.; // starting point in direction of y-axis
float anzinx = 6.; // number of fields in direction of x-axis
float anziny = 12.; // number of fields in direction of y-axis
float feldlx = 50.; // field lenght in direction of x-axis
float feldly = 30.; // field length in direction of y-axis

float anzstr = 10.; // number of lines per field
float pwaag = 40.; // percentage of fields filled with horizontal lines
float psenk = 55.; // percentage of fields filled with vertical lines
// pwaag + psenk <= 100. !

snekao(startx, starty, anzinx, anziny, feldlx, feldly, anzstr, pwaag, psenk);
}
//——————————————————————————–

void snekao(float startx, float starty, float anzinx, float anziny, float feldlx, float feldly, float anzstr, float pwaag, float psenk)

{
float strtx = 0.; // local variables
float strty = 0.;
float start = 0.;
float delta = 0.;
float h = 0.;

int istr = round(abs(anzstr));
int inx = round(abs(anzinx));
int iny = round(abs(anziny));
float pdicht = pwaag + psenk;

if (istr == 0)
{
pdicht = 0.;
}

for (int i=1; i <= iny; i++)
{
strty = float(i-1)*feldly + starty;
for (int j=1; j <= inx; j++)
{
strtx = float(j-1)*feldlx + startx;
h = random(0.00001,100.);
if (h > pdicht)
{
continue; // next loop
}
else if (h > pwaag)
{
delta = feldlx/float(istr);
start = strtx;
for (int k=1; k <= istr; k++)
{
line(start, strty+feldly,start, strty);
start += delta;
}
}
else
{
delta = feldly/float(istr);
start = strty;
for (int m=1; m <= istr; m++)
{
line(strtx+feldlx,start,strtx,start);
start += delta;
}
} // end of if … else if … else …
} // end of inner for-loop
} // end of outer for-loop
} // end of snekao

Dieser Code geht in Processing direkt. Dazu die Software von processing.org downloaden. Dann den SNEKAO “Scetch” laden und los geht es.

processing_snekao_open

Das Ganze sieht dann etwa so aus:

snekao_docu-final

Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken.

Der SNEKAO Scetch kann auch online unter recodeproject.com direkt genutzt werden. Ein Herunterrladen der Processing Software auf Ihren PC ist dann nicht erforderlich:

Einfach eine andere Umsetzung nehmen und diese im Edit-Fenster überschreiben. So sieht das dann in etwa aus:

snekao_edit_in_recodeproject

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MARION

Im Jahre 1982 ging die Kunstmaschine SNE ART in Lizenz an die Fachhochschule für Gestaltung in Bielefeld. Als historischer Auslöser des Projekts Recode MARION kann – im Nachhinein und viele Jahre später – auch die Implementation der Kunstmaschine SNE ART durch den Mitarbeiter der Fachhochschule, Dietrich M. Scheringer, betrachtet werden.

Implementiert wurden alle 2D-Module der Kunstmaschine ebenso wie das Projektionsmodul SNE PER, seinerzeit unter Verwendung der Sprache Fortran 77 auf einem Prozessrechner (!) der Firma Krupp Atlas. “Bilder” wurden zu dieser Zeit geplottet, die Ausgabe der Bilder auf grafikfähigen Bildschirmen war noch nicht das Gebot der Stunde.

Um die Erstellung von Graphiken bis zu einem gewissen Grade zu automatisieren, wurde auch ein Graphikmonitor Marion, entwickelt von Schülern Reiner Schneebergers, Klaus Klawonn, Günther Pajonk, Hans Scheerer und Dietrich M. Scheringer, implementiert. Marion erlaubte die Eingabe einer beliebigen Folge von Routinen der Kunstmaschine zusammen mit den für die Routinen erforderlichen Parametern. Die Abarbeitung der Routinen erfolgte dann im Batchbetrieb. Diese Vorgehensweise förderte und unterstützte die Konzeption und Erzeugung von teilweise hochkomplexen Graphiken (z.B. auch Muster für Textilien). Als weiterer Vorteil des Graphikmonitors erwies sich die Speicherung von Graphiken in Dateien, nicht als Bilder, sondern als beliebig oft abrufbare und reproduzierbare Folgen von fertig parametrisierten Routinen.

Text: Dietrich M. Scheringer, 2013